Ornithologisches Neuland betreten

Im Januar habe ich eine knapp dreiwöchige Vogeltour im Süden Ecuadors absolviert. Das hieβ für mich in groβen Teilen neue Lebensräume und neue Vogelarten zu entdecken.....

Langlappen-Schirmvogel – Long-wattled Umbrellabird (Foto: Pedro Peñafiel)

Zügelfleck-Ameisenpitta – Jocotoco Antpitta (Foto: Pedro Peñafiel)

Gebirgswald – Wet Montane Forest (Foto: Pedro Peñafiel)

Trockenwald - Xerophytic forest (Foto: Pedro Peñafiel)

Im August vergangenen Jahres hatte ich eine kurze Erkundungsreise in Begleitung von Pedro gemacht, um zumindest einen Teil der Gebiete auszukundschaften, die Lodges und dazugehörigen Reservate kennenzulernen und mich auch mit der Fahrstrecke vertrautzumachen. Diese nicht nur zeitliche sondern auch finanzielle Investition hat sich gelohnt. Mein Begleiter Walter aus der Schweiz, den ich zum dritten Mal führen durfte, fand die Reise phantastisch. Insgesamt legten wir über 2.000 km im Auto zurück, erkundeten so unterschiedliche Lebensräume wie Halbwüsten, Trockenwälder, Gebirgswälder, Tieflandregenwald, hochandine Elfenwälder, etc. und kamen auf 445 gesichtete Vogelarten. Ich war selbstkritisch genug um zuzugeben, dass es noch etliche mehr hätten sein können. Aber bei einer – hoffentlich – zweiten Reise im Januar 2017 wird es besser laufen. Denn nun kenne ich mich vor Ort besser aus und werde auch verstärkt versuchen, die Arten mit Stimmaufnahmen aus der Reserve zu locken. Etwas, was ich bei dieser Reise überhaupt zum ersten Mal und noch nicht ganz geglückt gemacht habe. Highlights bei unserer Suche nach Tumbesendemiten, seltenen Arten und solchen von in Ecuador sehr kleinem Verbreitungsgebiet waren sicherlich: Tao, Brauentinamu, Glanzente, viele verschiedene Watvogelarten in Ecuasal, Graurückenbussard, Aplomadofalke, Ockerbauchtaube, Pinselsittich, Brillenkauz und Sumpfohreule, Haubenfadenelfe, Grünroter Andenkolibri, Purpurkehl- und Goldkehl-Sonnenymphe, Violettkehl-Glanzschwänzchen, Hummel- und Esmeraldaselfe, Riesenglanzvogel, Weiβhals-Faulvogel, Braunohr-Zwergspecht, Schwarzgesicht-Dickichtschlüpfer, Westlicher Rötelbaumspäher, Nördlicher Trauerameisenfänger, Rostnacken-, Zügelfleck- und Buschlandameisenpitta, Kleiner Schmuckbandvogel, Schwarzhauben-Tachurityrann, Rostbürzel-Schmätzertyrann, Schieferbekarde, Orangekehlkotinga, Kurzlappen- und Langlappen-Schirmvogel, Nacktwangen-Blaurabe, Mausdrossel, Rotnackenschwalbe, Meisenpitpit, Grünorganist, Braunohr-Bunttangare, Silbertangare, Veilchenschultertangare, Braunbrust-Würgertangare, Plüschkopftangare, Schwarzgesichtsaltator, Graukronfink, Rotscheitel-Buschammer, Rotkopf-Stirnvogel. Und – als Sahnehäubchen obendrauf weil völlig auβerhalb ihres bis dato bekannten Verbreitungsgebiets: Carolinasumpfhuhn und Grauämmerling. Wenn Sie Lust haben, dann schauen Sie doch ab und zu mal beim link „Ornithologisches Reiseangebot“ rein (im Moment bin ich allerdings noch dabei, es auszuarbeiten). Vielleicht finden Sie eine Reise, die Sie interessiert.